Samstag, 25. Mai 2024

11.00 Uhr – 13.00 Uhr, Frühschoppen-Konzert, Festzelt Lehnplatz
Ländlerkapelle Carlo Brunner

Carlo Brunner ist einer der herausragendsten Klarinettisten der Schweizer Volksmusik und verkörpert wie kein anderer den virtuosen und konzertanten Innerschweizer Bläserstil. Als Instrumentalist, Kapellmeister, Komponist und Produzent hat er die Ländlermusik in den letzten Jahrzehnten geprägt wie kein Zweiter. Er zeigt eindrücklich, dass Ländlermusik nicht nur ein nettes Hobby, sondern ein ernst zu nehmender Beruf ist. Mit seinen kongenialen Kollegen der «Ländlerkapelle Carlo Brunner» gestaltet er am Volksmusikfestival Altdorf einen ebenso hochkarätigen wie gemütlichen Frühschoppen. 

 

Carlo Brunner: Klarinette, Saxophon
Urs Lötscher: Akkordeon
Schöff Röösli: Klavier
Philipp Mettler: Kontrabass

11.30 Uhr, Musikalische Lesung, Schlüsselsaal
Hanns in der Gand. Soldatensänger – Liederfürst

Roman Walker liest und singt aus seinem neuen Buch zum Urner Liedforscher 
Der 1882 als polnischer «Secondo» Ladislaus Krupski geborene und unter dem Künstlernamen Hanns in der Gand bekannte Konzertsänger entstammt einem besonderen Elternhaus: Die Eltern prägten seine Kindheit im Urnerland weltoffen und bildungsnah, sodass Ladislaus zu seiner wirklichen Begabung finden konnte. Nach dem Gesangsstudium wurde er im Ersten Weltkrieg zum ersten Soldatensänger der Schweizer Armee berufen und setzte so klare Zeichen für eine Kultur der sprachlichen Vielfalt. In der Gand hat mit seinem immensen Repertoire, seinen Sprachkenntnissen und seiner Auftrittskompetenz die Rolle seines Lebens gefunden: Volksliedforscher und -sänger im Dienst der viersprachigen Schweiz.

 

Stephan Husband: Kontrabass
Nadia Latzel: Flöte
Roman Walker: Gitarre, Basslaute, Gesang 

13.30 Uhr - 15.30 Uhr, Konzert, Festzelt Lehnplatz
Ohalätz und Lisa Stoll

OhaLisa
Seit über 15 Jahren ist das Quartett «Ohalätz» gemeinsam unterwegs und pflegt mit Leidenschaft das gemeinsame Musizieren. Markenzeichen sind die wechselnden instrumentalen Besetzungen, klingende Überraschungen, sowie eine grosse Portion Spielfreude. Regelmässig tritt Ohalätz zusammen mit der Alphorn-Virtuosin Lisa Stoll auf. Neben Kompositionen aus den Federn der Hitlieferanten Carlo Brunner und Alex Eugster, erklingen extra für diese spezielle Besetzung arrangierte «altbekannte» Volksmusikstücke, sowie Lisa Stoll und «Ohalätz» auf den Leib geschneiderte Kompositionen wie «OhaLisa» oder «Hybrid-Ländler».

 

Marcel Jenny: Klarinette, Schwyzerörgeli
Rahel Laubscher: Kontrabass, Flöte, Ukulele
Stefan Schwarz: Klarinette, Schwyzerörgeli, Kontrabass
Kilian Steiner: Schwyzerörgeli
Lisa Stoll: Alphorn

14.00 Uhr, Alpentöne-Programmfenster, Theater Uri
Bandella vista mare

Im Projekt «Bandella vista mare» vereinen sich die «Bandella chilometro zero», das Ensemble «Pierino e i lupi», die beiden komponierenden Musikanten Albin Brun und Peter Zemp, sowie der Perkussionist Matteo Mazza zu einer «Maximal-Bandella», die es in sich hat. Es vermischen sich süd- und nordalpine Traditionen, man mäandert von Volksmusik zum Jazz, manchmal tönt es nach Karussell-Musik und manchmal auch ein bisschen nach Militärkapelle. Alles ist gewürzt mit einer gehörigen Portion Ironie, einer Prise Improvisation und jeder Menge Lebensfreude!

 

Peter Zemp: Akkordeon, Komposition, Leitung
Albin Brun: Sopransaxophon, Komposition
Benedetto Castelli: Trompete
Emanuele Delucchi: Klarinette
Daniele Giovannini: Euphonium
Simone Mauri: Bassklarinette
Matteo «Peo» Mazza: Schlagzeug
Andrea Norghauer: Tuba
Stefano Piazza: Horn
Santo Sgrò: Perkussion
 

 

Präsentiert von: Alpentöne Festival

15.30 Uhr, Deutschschweiz-Premiere, Schlüssselsaal
Follaton

Buchpräsentantion «Les Cahiers de Musiques Traditionnelles Romandes XIXe siècle et du debut du XXe siècle tirés du fonds Otto Held»
Als Nikita Pfister und seine musikalischen Mitstreiter:innen 2017 in den Archiven der «Bibliothèque Cantonale Universitaire» in Lausanne stöberten, entdeckten sie zwei handgeschriebene Hefte mit Musik aus der Westschweiz: Über dreihundert Tänze aus der zweiten Hälfte des 19. und dem Beginn des 20. Jahrhunderts! Ein musikalischer Schatz, der den Reichtum des Westschweizer Repertoires jener Zeit zeigt. 2023 erschienen die Tänze unter dem Titel «Les Cahiers de Musiques Traditionnelles Romandes». Das Ensemble «Follaton» präsentiert die Publikation am Volksmusikfestival Altdorf erstmals in der Deutschschweiz!

 

Léonie Bugnon: Gitarre
Nikita Pfister: Akkordeon, Hackbrett
Ella Vérant: Geige

16.00 - 18.00 Uhr, CD-Präsentation, Festzelt Lehnplatz
SÖCK

SÖCK ist die kleinste Schwyzerörgeligrossformation der Schweiz und wohl eine der urchigsten Boygroups des Landes. Die vier «Söcken» interpretieren Tänze alter Örgelicracks so stoisch-verspielt, virtuos und doch frenetisch-verhalten, dass man die Krumme riechen kann. Mit Wurzeln und Wohnorten in acht verschiedenen Kantonen fühlen sich die Jungmeister auch der interkantonalen Verständigung verpflichtet. Ihre in jahrelanger Kleinstarbeit erworbenen Kenntnisse in der Kunst der mehr oder weniger gepflegten Ländlermusik (mowgLm) hat SÖCK nun auf eine CD mit dem Titel «hagebuechig» gepresst, deren Geburt am Festival «frenetisch-verhalten» gefeiert wird.

 

Dominik Flückiger: Schwyzerörgeli
Florian Gass: Schwyzerörgeli
Jonas Gisler: Klavier
Andrea Schmid: Kontrabass

16.30 - 18.00 Uhr, Tanzkurs, Mehrzweckgebäude Winkel
1, 2, 3 … Walzer, Polka und Co.

Schnupperkurs Volkstanz
Tanzen, wenn die Musik aufspielt …! Sie üben die wichtigsten Grundschritte der Tänze der Schweizer Volksmusik und sind damit für die anschliessende lange Tanznacht des Volksmusikfestivals im Festzelt bestens gerüstet. Ohne Anmeldung, kostenlos. Partnerveranstaltung mit der Trachtenvereinigung Uri. 

 

Leitung: Brigitte Herger und Roger Furrer, Trachtenvereinigung Uri

17.00 Uhr, Konzert, Theater Uri
Landstreichmusik

Unterwegs auf Strassen aus Asphalt, jenseits von Alprausch und blühenden Matten zelebrieren die eigenwilligen «Landstreicher» eine verschüttete Tradition: Eine «Musik der Landstrasse», aufgelesen am Wegrand, weitertransportiert und -formiert mit altbewährten und modernen Mitteln. Mit Drehleier, Schlüsselfiedel, Tanzgeige, Halszither, E-Gitarre und dem Schwyzerörgeli (u.a.) erzeugen die sechs Musikant:innen den typisch flirrenden Landstreich-Sound, der manchmal nach Melkschemel und manchmal nach «Züri Langstrass» klingt.

 

Simon Dettwiler: Schwyzerörgeli
Matthias Härtel: Kontrabass, Schlüsselfiedel, Geige, Gesang
Andrea Kirchhofer: Geige, Gesang
Matthias Lincke: Geige, Gesang
Dide Marfurt: Halszither, E-Gitarre, Drehleier, Trümpi
Elias Menzi: Appenzeller Hackbrett

18.30 Uhr, Konzertpremiere, Schlüsselsaal
Trio Radix

«Alte Schwyzer Geigentänze»
Das Trio Radix debütiert mit «Alte Schwyzer Geigentänze» aus der gleichnamigen Sammlung, um 1830 überliefert von Anton Hotz (SZ). Ein wahrer Schweizer Musik-Schatz tut sich auf: die Sammlung gehört mit ihren insgesamt 101 Tänzen zu einer der ältesten und ergiebigsten Volksmusiksammlungen der Schweiz jener Zeit. Das Repertoire bildet stilistisch eine Art «Scharnier» zwischen der Altfrentsch-Sammlung aus Gonten/AI und frühen Wiener Walzern – archaisch, frech, lüpfig und stampfig. Zum ersten Mal werden diese alten Tänze wieder auf die Bühne gebracht und zu neuem Leben erweckt.

 

Peter Gisler: Kontrabass
Gregor Obrist: Gitarre
Eva Wey: Violine

18.30 Uhr, «Bündner Abig», Festzelt Lehnplatz
Kapelle Oberalp

Die Kapelle Oberalp hat in Graubünden (und darüber hinaus) Kultstatus. Sie haben nicht nur rekordverdächtige 75 Tonträger eingespielt, sondern auch mit allen möglichen und unmöglichen Instrumenten und Musikstilen experimentiert: Weder eine Dudelsackgruppe, noch ein klassisches Streichorchester oder eine mexikanische Folkloregruppe waren (und sind) vor den Oberälplern sicher. Kerngeschäft bleibt dabei aber seit mehr als 55 Jahren: so vielen Menschen wie möglich mit stilechter Bündner Volksmusik Freude bereiten.

 

Arno Jehli: Akkordeon, Schwyzerörgeli
Ernst Mark: Kontrabass
Kurt Patzen: Akkordeon, Schwyzerörgeli
Walter Rogentin: Klarinette, Saxophon
Martin Tanner: Klarinette, Saxophon

20.00 Uhr, Konzert, Theater Uri
Uelis Retroktett

Ueli Mooser zum Achtzigsten
Auftrag Haus der Volksmusik an Uelis Weggefährten Dani Häusler: Konzipiere uns ein Konzert zu Ehren von Ueli fürs Volksmusikfestival! Die ursprüngliche Idee war, mit Uelis langjährigen Mitmusikanten ein schönes Programm zusammen zu stellen und Ueli als Zuhörer einzuladen. Aber je mehr Dani über dieses Konzept nachdachte, desto seltsamer kam ihm die Vorstellung von Ueli als Zuhörer vor. Er befand: «Ueli muss mitmachen dürfen». Und Ueli wollte mitmachen! Er kam auch gleich mit einer typischen Ueli-Idee daher: Um keinen seiner langjährigen Mitspieler zu verprellen, wollte er mit Musiker:innen auftreten, mit denen er noch nie gespielt hat! Gesagt getan: Ueli hat eine Kapelle formiert, die es so noch nie gab und ein typisch vielfältiges Programm zusammengestellt: Arrangements «us alte Ziite», «Eignigs», Hits wie das Kontrabass-Solo «Norma Special» und der «Maloja-Wind». Dani bleibt die Aufgabe des Kapellmeisters und Orchesterwarts, was bei dieser hochkarätigen Besetzung ein recht angenehmer Job sein dürfte.

 

Severin Barmettler: Kontrabass
Livia Bergamin: Flöte
Maria Gehrig: Violine
Dominik Flückiger: Schwyzerörgeli
Dani Häusler: Klarinette, Saxofon, Leitung
Ueli Mooser: Diverse Instrumente, Arrangements
Severin Suter: Cello
Andrea Ulrich: Akkordeon
Hanspeter Wigger: Trompete

21.00 Uhr – 01.00 Uhr, Tanznacht, Festzelt Lehnplatz
Handorgelduo Angela & Cécile

Seit vier Jahren pflegen Angela Gisler aus Bürglen/UR und Cécile Schmidig aus dem Muotathal/SZ kantonsübergreifende Völkerverständigung in Form von Akkordeonmusik auf höchstem Niveau (am Festival ergänzt durch Céciles Bruder Florin). Urchige, rassige Ländlermusik im Illgauerstil gehört ebenso zu ihrem Repertoire wie stilechte Interpretationen von Stücken des bekannten Grossvaters von Florin und Cécile «z’Lunni’s Franz». Dass alle drei Mitglieder des Trios gerne und gut tanzen, prädestiniert sie geradezu, die zweite Festival-Tanznacht zu «rocken».

 

Angela Gisler: Akkordeon
Cécile Schmidig: Akkordeon, Schwyzerörgeli, Kontrabass
Florin Schmidig: Kontrabass, Schwyzerörgel

Ländlertrio Täktig

Urchig. Virtuos. Vielseitig. So kommt die Musik des jungen Trios daher. Mit viel Liebe zum Detail interpretieren sie mit Vorliebe alte Musik aus der Innerschweiz und dem Berner Oberland auf ihre eigene «täktige» Art. Ihr natürlicher Lebensraum befindet sich auf Bühnen von urchigen Beizen und Konzertsälen. Man trifft sie aber auch in Festzelten, an privaten Anlässen oder eben an urchigen und tätschigen Festival-Tanznächten wie der heurigen.

 

Manuel Kipfer: Schwyzerörgeli, Akkordeon
Jonas Vogel: Kontrabass
Peter Wüthrich: Schwyzerörgeli, Akkordeon

21.30 Uhr, Konzert, Schlüsselsaal
Ruhstaller – Degoumois – Berra

«Bekannts und unbekannts» aus Kasi Geissers Urner-Jahren
Vor rund 100 Jahren lebte Kasi Geisser im Kanton Uri und liess talauf- und talabwärts an unzähligen Anlässen seine perlende Klarinette erklingen. Viele dieser Orte und Erlebnisse verewigte Geisser in unsterblichen Melodien. Als Röstigraben überschreitende Ländler-Super-Group lassen die vier Könner aus der Romandie und der Innerschweiz die Musik der damaligen Zeit neu aufleben und spüren Geissers Urner Pfaden nach.

 

Eric Berra: Kontrabass
René Degoumois: Schwyzerörgeli
Damian Ruhstaller: Klarinette
Pius Ruhstaller: Klarinette

23.00 Uhr, Konzert, Schlüsselsaal
Christoph Pfändler solo

Stimmig – Hackbrett Solo
Christoph Pfändler präsentiert sein erstes Solo-Programm mit dem Titel «Stimmig». Ein Begriff, der im Zusammenhang mit dem Hackbrett besondere Bedeutung hat, ist man doch während des Stimmens der 135 Saiten diversen Gefühlszuständen unterworfen. «Stimmig» bezeichnet auch die Anordnung der Töne auf dem Hackbrett, von welchen es alleine in der Schweiz etwa fünf Varianten gibt. Auch die Stimmungsskala bei Christoph Pfändlers Solo-Stücken ist vielfältig und reicht von «wie romantisch» bis zu «Was hat ihm Sargans bloss angetan?», vom kalten und leisen «Januar» bis zum heimeligen «Haumesser».

 

Christoph Pfändler: Hackbrett

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